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Bauhaus Dessau: UNESCO-Weltkulturerbe - Kultur Reiseziele

Als Museum kann man das Bauhaus Dessau eigentlich kaum bezeichnen. Der Gebäudekomplex, der in den Jahren 1925/26 von Walter Gropius geplant und errichtet wurde, sollte das neue Vorbild moderner Architektur des 20. Jahrhunderts werden. Besichtigt man die Fassade des Gebäudes, begegnet man einer unglaublichen Leichtigkeit. Die Baustoffe Beton, Stahl und Glas greifen wie Zahnräder ineinander, was nicht nur Architekturkenner begeistern wird. Form und Funktion im Einklang – so das Konzept des Architekten Walter Gropius, der mit dem Bauhaus eine moderne Design-, Kunst- und Architekturschule errichtete.

Der Bauhaus-Gedanke wird heute von der Stiftung Bauhaus Dessau weiter in die Welt getragen. Sie nutzt das geschichtsträchtige Gebäude, das in den 1990er Jahren und im Jahr 2006 umfassend rekonstruiert und restauriert wurde, als Bürostandort. Die Hochschule Anhalt kann mit dem Bauhaus Dessau auf traditionsreiche Lehrräume im Nordflügel des Gebäudes zurückgreifen. Im einst von Gropius angelegte Werkstättenflügel entwickeln heute junge Architekten Lösungen für den Städtebau. Zum Bauhaus Dessau, das im Jahr 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde, gehören außerdem die Meisterhäuser in der Umgebung des Bauhauses. Sie dienten dem Architekten und seinen Mitarbeitern selbst einmal als Unterkunft.

Das Bauhaus Dessau ist und bleibt ein Museumsstandort von besonderer Qualität und bietet Lehre und Forschung ein festes Domizil. Führungen durch das traditionsreiche Haus und der Besuch weiterer Hinterlassenschaften im Bauhaus-Stil werden regelmäßig angeboten.

Stiftung Bauhaus Dessau
Ebertallee 67
06846 Dessau-Roßlau