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Sehenswertes Deutschland - Das Brandenburger Tor in Berlin

Das Brandenburger Tor ist nicht nur das wichtigste Wahrzeichen der Hauptstadt Berlin, sondern stellte im Laufe seiner über 200-jährigen Geschichte immer wieder ein Symbol für bedeutende geschichtliche Ereignisse dar. So stand es während der Zeit des Kalten Krieges für die Teilung Europas und der Welt und seit der Wende repräsentiert es als nationales Symbol die Einheit Deutschlands.

Das Brandenburger Tor befindet sich am Pariser Platz im Stadtteil Berlin Mitte und bildet den würdigen Abschluss der Prachtstraße Unter den Linden. Der preußische König Friedrich Wilhelm II. beauftragte hierfür den Architekten Carl Gotthard Langhans, dessen Idee von einem monumentalen Säulentor schließlich in den Jahren 1788 bis 1791 realisiert wurde.

Das frühklassizistische Bauwerk aus Elbsandstein besteht aus fünf Durchfahrten, welche mit Reliefs verziert sind, die unter anderem die Heldentaten des Herkules erzählen. Auf dem Brandenburger Tor thront die berühmte Quadriga, eine von Johann Gottfried Schadow entworfene Kupferskulptur. Diese stellt die Siegesgöttin Victoria dar, wie sie in einem von vier Pferden gezogenen Wagen, eben der Quadriga, in die Stadt einfährt. Außerdem steht zu beiden Seiten des Brandenburger Tors jeweils ein Torhaus, in denen sich die Skulpturen des Kriegsgottes Mars und der Minerva, der Göttin der Weisheit, befinden. Das nördliche Torhaus beherbergt zudem einen Raum der Stille zum Meditieren und Innehalten. Zugleich mahnt er zu Frieden und Toleranz unter den Religionen. 

Da der Natursandstein gegenüber Umweltschadstoffen sehr empfindlich ist, musste das Brandenburger Tor umfangreichen Restaurierungsarbeiten unterzogen werden. Beinahe zwei Jahre lang war das weltberühmte Bauwerk unter Planen verschwunden, bis es schließlich anlässlich des Nationalfeiertages am 3. Oktober 2002 wieder feierlich enthüllt werden konnte und seit dem in neuem Glanz erstrahlt.