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Auf dem Rheinburgenweg Rittern auf der Spur

Einmal quer durchs Obere Mittelrheintal und keine Sehenswürdigkeit verpassen? Dann ist der Rheinburgenweg, der die beiden Städte Bingen und Koblenz miteinander verbindet das Richtige für Sie. Auf einer abwechslungsreichen Wegstrecke oberhalb des Rheinufers folgt eine Attraktion der anderen. Schlag auf Schlag, mit jeder Rheinbiegung, erhascht man den nächsten Blick auf Burgruinen und Festungsbauten. Auf Rheinsteig und Rheinburgenweg kommt man an insgesamt 47 Schlössern und Burgen vorbei, die von der reichen Geschichte der Region berichten. Auf mehreren Tagesetappen erobert man so das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal.

Bingen, der Ausgangspunkt des Wanderweges, ist eine kulturhistorisch interessante Stadt. Einst besiedelt von den Römern, spiegeln sich bis heute die unterschiedlichsten Epochen in den Bauten der Stadt wieder. Besonders sehenswert sind der Binger Mäuseturm, die Basilika St. Martin, die Burg Klopp und die Rochuskapelle. Einstiegsmöglichkeiten zum Rheinburgenweg bieten sich auch in den darauf folgenden Wanderstationen Trechtingshausen, Niederheimbach oder Bacharach. Im Herzen des Oberen Mittelrheintals befindet sich St. Goar. Hoch über der Stadt erhebt sich Burg Rheinfels, eine ehrwürdige Ruine. Die im Jahr 1245 erbaute Wehranlage gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten entlang des Rheinburgenwegs. St. Goar ist auch berühmt, da sich hier ein schöner Ausblick auf den Loreley-Felsen am anderen Rheinufer erhaschen lässt. Die Loreley ragt bei St. Goarshausen gut 125 Meter in den Himmel und Wahrzeichen sagenumwobener Geschichten. Folgt man dem Rheinburgenweg weiter, passiert man Oberwesel, Bad Salzig, Brey und Boppard. Koblenz, das Ziel der malerischen Wanderung, gehört zu den ältesten deutschen Städten. Die weit über 2000-jährige Vergangenheit der Stadt erkennt man an berühmten Sehenswürdigkeiten wie dem Römerkastell Koblenz-Niederberg, das Teil des Obergermanisch-Rötischen Limes ist.

Insgesamt ist der Rheinburgenweg nicht nur Hobby- und Sportwanderern, sondern auch Kletterern zu empfehlen. Bei Oberwesel (Oelsberg) und bei Boppard (Bopparder Hamm) verfügt der Rheinburgenweg über zwei anspruchsvolle Klettersteige. Die Rheinterassen kann man somit auf unterschiedliche Art und Weise erklimmen und wird dabei immer vom romantischen Flusstal gefesselt sein. Festungen und Burgen, die teilweise über 3000 Jahre alt sind, geben nur einen kleinen Einblick in die breite Kulturlandschaft, in der es noch viel zu entdecken gibt. Da die einzelnen Wanderstationen über eine gute Verkehrsanbindung verfügen, lohnt sich der Rheinburgenweg auch als Ausflugsziel für Tagesgäste.