Aktivitäten » Radfahren » Route der Industriekultur

Route der Industriekultur per Rad

Die Route der Industriekultur verbindet als deutsche Themenstraße die wichtigsten Industriedenkmäler des Ruhrgebiet. Ins Leben gerufen vom Regionalverbund Ruhr (RVR), führt die Radreise zu den deutschen Sehenswürdigkeiten entlang der Europäischen Route der Industriekultur (ERIH), die durch insgesamt 29 europäische Länder führt. Seit einiger Zeit beinhaltet die deutsche Ferienstraße ein gut ausgebautes Radwegenetz, das auf insgesamt 700 Kilometern durch das Ruhrgebiet führt und dabei die touristisch attraktivsten Denkmäler nicht auslässt. Auf der Route der Industriekultur per Rad erlebt man deutsche Industriegeschichte. Zum Radwegenetz gehören der Emscher Park Radweg und der Rundkurs Ruhrgebiet.

Den ganz besonderen Reiz der industriellen Kulturlandschaft entdeckt man beim Reisen durch eine über 150 Jahre alte Industriegeschichte. Kohle und Stahl, die lange Zeit für Wohlstand in der Region sorgten, prägen bis heute Stadtbilder und Landschaften. Die Route der Industriekultur steht dabei keineswegs für Tristesse, sondern präsentiert sich in ihrer ganz eigene Schönheit. Spektakuläre Streckenabschnitte tragen dazu bei, dass Radwandern im Ruhrgebiet zum unvergesslichen Erlebnis wird. So bietet die Erzbahntrasse, gespickt von gigantischen Brückenbauwerken, eine tolle Fahrtstrecke von Bochum nach Gelsenkirchen. Wirtschaftswege, umgebaute Bahntrassen und Kanaluferwege führen abwechslungsreich durch das flache Gelände. Zwischen Parkanlagen und Städten des Ruhrgebiets ragen immer wieder Fördertürme, Gasometer und Hochöfen in den Himmel. Die glanzvolle Industrievergangenheit bleibt dem Ruhrgebiet bis heute erhalten und gehört zu den markantesten Merkmalen der Region. Ehemalige Produktionsstandorte werden heute zu modernen Veranstaltungsorten mit ganz besonderem Flair. Industriekultur in allen Facetten – mit dem Rad kann man diese ganz individuell erforschen.

Mit dem Zollverein Essen (UNESCO-Weltkulturerbe), dem Schiffshebewerk Henrichenburg, dem Bottroper Tetraeder, dem Gasometer Oberhausen sowie verschiedensten Zechen und Hüttenwerken seien nur einige wenige Industriedenkmäler genannt, die für spannende Radpausen sorgen. Als  Hauptattraktionen bieten mehr als 20 Industriedenkmäler, darunter Museen und Besucherzentren, 15 Aussichtspunkte und 13 Arbeitersiedlungen ein abwechslungsreiches Radreise-Unterhaltungsprogramm. Auf speziellen Themenrouten kann man ganz bestimmten Aspekten der Industriekultur folgen und Ruhrgebiets-Städte wie Duisburg, Dortmund oder Essen auf besondere Art und Weise kennen lernen.