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Das Schloss St. Emmeram in der Donaustadt Regensburg

Das Schloss St. Emmeram befindet sich in der Donaustadt Regensburg und war ursprünglich ein Kloster aus dem 8. Jahrhundert. Erst 1810 erwarb die Fürstenfamilie Thun und Taxis die Anlage und ließ es von dem renommierten Baumeister Jean Baptiste Métivier in eine Residenz umbauen. Das Schloss St. Emmeram oder auch Schloss Thun und Taxis wird bis von der Familie bewohnt. Diese gewährt Besuchern aber gern einen Blick ins Innere der Schlossanlage und öffnet ihnen einige Prunkräume, den Kreuzgang des Klosters sowie das Marstallmuseum und die Schatzkammer. 

Im Südflüge des Schlosses St. Emmeram empfängt das Marmortreppenhaus die Besucher des Schlosses von Thun und Taxis, welches in seiner Gestaltung an die römische Antike erinnert. Eine wahre Augenweide stellt der Ballsaal, auch Barocksaal genannt, dar, der nicht nur seiner Größe wegen einem den Atem anhalten lässt. Vielmehr versetzten die filigranen Stuckverzierungen, die zarten Wandgemälde, die Spiegel und nicht zuletzt der riesige Kronleuchter die Besucher in eine vergangene Märchenwelt und wecken in ihnen Bilder von rauschenden Festen und ausgelassener Fröhlichkeit. Der Silbersaal hingegen ist in seiner Ausgestaltung an das Blaue Kabinette des Schlosses Nymphenburg angelehnt und wirkt eher ruhig und verträumt. Weitere Schmuckstücke, die Besucher während ihres Schlossrundgangs entdecken, ist das Schwanenbett der Fürstin Therese, die Hauskapelle im venezianischen Renaissancestil sowie der wunderschöne Wintergarten aus dem 19. Jahrhundert, der mit seiner malerische Gestaltung und der exotischen Pflanzenwelt besticht.

In einem lebendigen Kontrast zu den prachtvollen Schlossräumen stehen die Relikte, welche an das ehemalige Benediktinerkloster aus dem 8. Jahrhundert erinnern. Dieses zählte seiner Zeit zu den bedeutendsten Pilgerstätten in ganz Europa, ehe es 1810 in den Besitz der Familie Thun und Taxis überging. Die Schlossanlage bereichert es mit seinem imposanten Kreuzgang, dem hochgotischen Portal vor der romanischen Basilika St. Emmeram und der Gruftkapelle im mittelalterlichen Kreuzgarten um weitere architektonische Glanzlichter.

Neben einem Rundgang durch die öffentlich zugänglichen Prunkräume vermitteln der Marstall und die Schatzkammer einen lebendigen Eindruck von der Geschichte des Schlosses St. Emmersam. Der Marstall entstand als klassizistischer Bau zwischen 1829 und 1832 nach den Plänen des Baumeisters Jean-Baptiste Métivier und bestand aus den Pferdestallungen und einer Reithalle. Im Marstallmuseum können die Besucher einen einzigartige Sammlung an Pferdekutschen bewundern und weitere Relikte aus dem 18. und 19. Jahrhundert bestaunen. Die Fürstliche Schatzkammer wurde ebenfalls im ehemaligen Marstall untergebracht und gewährt einen Einblick in  eine faszinierende Kunstsammlung, die sich aus kostbaren Möbeln, Porzellan, Waffen und vieles mehr zusammensetzt. Und als wären all diese Sehenswürdigkeiten auf Schloss St. Emmeram nicht genug, locken die alljährlichen Schlossfestspiele sowie der Thun und Taxis Weihnachtsmarkt jedes Jahr mehr Besucher nach Regensburg.