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Radweg Thüringer Städtekette - sechs Städte auf einen Ritt

Im Freistaat Thüringen gibt es einiges zu entdecken. Um zu den schönsten thüringischen Städten zu gelangen, bietet sich eine Radreise entlang der Thüringer-Städte-Kette an. Dieser Radfernweg führt auf etwa 225 Kilometern von der Wartburgstadt Eisenach über die Residenzstadt Gotha, die thüringische Landeshauptstadt Erfurt, die Bauhausstadt Weimar und die Zeiss-Stadt Jena bis in die Skatstadt Altenburg. Allen dass alle dieser Städte markante Beinamen tragen zeigt, wie interessant die Radwanderung durch Thüringen gestaltet werden kann. Von West nach Ost führt die Reise zu interessanten Stationen unserer Kulturgeschichte, die vor allem in den thüringischen Großstädten lebendig wird.

Bei leichten bis mittelschweren Steigungen ist der Radweg für jeden Hobby-Radler gut befahrbar. In Hörschel bei Eisenach können Sie Ihre Radwanderung beginnen. Eisenach ist nicht nur für die Wartburg weltberühmt. Besichtigen sollte man hier auch das Bachhaus, wo aus dem Leben und Werk des in Eisenach gebürtigen Johann Sebastian Bach berichtet wird. Zudem bieten das Lutherhaus und die Wagner-Sammlung in der Reuter-Villa umfangreiche Informationen zu wichtigen Persönlichkeiten der Kulturgeschichte. Mit Anschluss an Werratal-Radweg und Rennsteig-Radweg ist Eisenach ein von Radfahrern oft besuchtes Städtchen. Über die Reisestationen Wutha-Farnroda, Sättelstädt, Mechterstädt, Laucha, Hörselgrau und Leina erreicht man das Zentrum des ehemaligen Herzogtums Sachsen-Gotha. Das Gothaer Stadtbild ist von interessanten historischen Bauten geprägt. Sehr sehenswert sind vor allem der Rathaus-Renaissancebau sowie die schönen Bürgerhäuser am Hauptmarkt der Stadt. Bis man die Landeshauptstadt Erfurt erreicht hat, kreuzen zahlreiche weitere Städte und Gemeinden den Weg. Mühlberg gehört zu den ältesten urkundlich erwähnten Ortschaften Thüringens, Apfelstädt ist eine kleine Gemeinde inmitten der Idylle des Thüringer Beckens und in Möbisburg-Rhoda trifft die Thüringer-Städtekette auf den Gera-Radweg.

Erfurts Sehenswürdigkeiten sind weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Wer sich an der Thüringer-Städtekette versucht, sollte deshalb für die Besichtigung Erfurts mehr als einen Tag einplanen. Der liebevoll restaurierte mittelalterliche Stadtkern ist deutschlandweit einmalig. Prunkvolle Patrizierhäuser und charmante Fachwerkhäuser säumen die Straßen und Gassen. Auch der riesige Mariendom und die Severikirche prägen das Stadtbild. Zudem ist die Erfurter Krämerbrücke die längste, vollständig bebaute Brückenstraße Europas. Insgesamt 32 Häuser säumen die 120 Meter lange Brücke.

Über Azmannsdorf, Vieselbach, Niederzimmern und Hopfgarten erreicht man auf der Thüringer-Städte-Kette das traditionsreiche Weimar. Die mit Goethe, Schiller, Bach, Liszt und vielen weiteren Musik- und Literaturgrößen verbundene Stadt trägt deutsche Kultur in die ganze Welt hinaus. Die deutsche Klassik und das Bauhaus haben die Stadt zum thüringischen Aushängeschild gemacht. Die nächste Stadt am Radfernweg durch Thüringen ist Jena. In der Universitätsstadt ist ein Besuch des Optischen Museums und des Carl-Zeiss-Planetariums Pflicht. Und auch Bad Köstritz, Gera, Ronneburg und Crimmitschau sind unverzichtbare Reisestationen. In Altenburg, der Skat- und Spielkartenstadt, endet der Radfernweg. Weit im Osten Thüringens wird hier die Geschichte der Wettiner Fürsten lebendig. Der Besuch von Altenburger Schloss, Lindenau-Museum und  Naturkundemuseum lässt die Radwanderung kulturell ausklingen.

Dank gut ausgebauter Wege und flachen Streckenabschnitten ist der Radweg Thüringer-Städtekette auch für weniger geübte Radsportler zu empfehlen. Familien, die in Thüringen den Urlaub verbringen, können bei Ausflügen entlang der Radroute viel Sehenswertes besichtigen und sich beim Freizeitradeln in der Natur entspannen.